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Karibik - Kultur - Geschichte - Natur

 
 

Trindad Kuba


Sie wird von vielen "Museumsstadt der Karibik" genannt und ist ebenso wie das benachbarte Tal der Zuckerfabriken zum Weltkulturerbe erklärt worden. Herrschaftliche Paläste, große Bürgerhäuser, Plätze und Kirchen in ihrem ursprünglichen Zustand lassen die Stadt, die 1514 gegründet worden war, in ihrem alten Glanz erscheinen. In dieser Stadt wurde aufgrund des vorhandenen Hafens und der geografischen Lage fast der gesamte Handel mit der Zentralregion der Insel abgewickelt. Durch die seewärtige Verbindung zu Jamaika und zu anderen Festlandküsten hatte sie großes Gewicht im Außenhandel des Landes. Mehrfach war sie von Korsaren und Piraten angegriffen worden. Im 18. Jahrhundert wurde hier in großem Umfang weißes Wachs produziert, das durch Emigranten aus Florida eingeführt worden war, was die Stadt zu einer starken wirtschaftlichen und kommerziellen Enklave werden ließ, auch bedingt durch den im 19. Jahrhundert beginnenden Tabak- und Zuckerrohranbau sowie die Viehzucht. Später, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, verfiel ihr Reichtum, und es hat den Anschein, als ob die Zeit stehen geblieben ist.

Trindad KubaUm durch Trinidad zu spazieren, beginnt man am besten am malerischen Plaza Mayor, der von Jahrhunderte alten Gebäuden gesäumt wird, in denen heute attraktive Museen untergebracht sind. Auf diesem Platz entdeckt man das typische Ambiente von Trinidad, das mit seinem überall sichtbaren Turm der Kirche San Francisco de Asis und den grünen Bergen des Escambray-Gebirges im Hintergrund so häufig auf Postkarten und in Bildbänden über Kuba abgebildet ist. Die mit Kopfsteinen gepflasterten Straßen, die hölzernen Balustraden an den großen Fenstern, die großräumigen Wohnungen mit ihren Vorhallen, die umlaufenden Balkone, die Pferdekutschen und die Menschen selbst, freundlich im Umgang und einfach in den Gebärden, sind die charakteristischen Eigenschaften dieser alten kubanischen Stadt, von der aus Hernan Cortes 1518 aufbrach, um Mexiko zu erobern.

Man kommt nicht umhin, das benachbarte, ebenfalls zum Weltkulturerbe erklärte Tal der Zuckerfabriken anzuschauen, wo einst über 40 Zuckerfabriken in Betrieb und große Kontingente afrikanischer Sklaven konzentriert waren. Aus dieser Zeit sind Ruinen der Zuckerfabriken und Behausungen erhalten, in denen die aus Afrika herbei geschafften Schwarzen eingepfercht waren. Außerdem kann man ein ausgezeichnetes Bauwerk von 45 Meter Höhe bewundern, bekannt als der Turm von Manaca-Iznaga, der zur Beaufsichtigung der Sklaven in den Zuckerrohrfeldern diente.

In Trinidad sollte man es sich nicht nehmen lassen, eine Canchanchara zu trinken. Das ist ein erfrischender Cocktail aus Schnaps, Limette, Honig und Eis, der im gleichnamigen Restaurant angeboten wird. Oder man nimmt an den benachbarten Stränden von Ancon der beste im Süden der Insel Cuba- und Maria Aguilar ein Bad im Meer. Oder man begibt sich auf Exkursion in die grünen Höhen von Topes de Collantes im Herzen des Escambray-Gebirges.