Wirtschaft
Die Zuckerindustrie geht auf eine starke Tradition zurück. Heute ist
sie mehr auf die Nebenprodukte und auf einen Prozess der
Umorientierung gerichtet, der in kurzer Zeit die ausgedehnten
Pflanzungen einschränken und statt dessen neue, gegenwärtig in
Entwicklung befindliche Kulturen wie holzreiche Wälder, Obst- und
andere Plantagen bevorzugen wird. Ungeachtet dessen wird das
Zuckerrohr ein wichtiger Bestandteil der kubanischen Landwirtschaft
bleiben, ebenso Tabak, Kaffee, Kakao, Bienenhonig und Zitrusfrüchte,
alle von anerkannter Qualität. Aus dem Boden werden Nickel, Kupfer,
Mangan, feuerfestes Chrom und Asphaltit gewonnen und stellen eine
wichtige Einnahmequelle dar. Auch der Abbau von Marmor und die
Herstellung von Zement erreichten einen beachtlichen Umfang. Ein
Schelf rund um die Insel von über 70 000 km2 ermöglicht einen
reichhaltigen Fischfang. Pharmazie und Biotechnologie schreiten
voran. Der Tourismus konsolidiert sich als Hauptpfeiler der
kubanischen Wirtschaft.
Bildung und Erziehung
In Kuba gibt es 1119 Kindergärten, 8868 Grundschulen, 837 Mittel-
und Hochschulen, 427 Spezialschulen und über 50 Universitäten.
Der lernende und studierende Anteil an der Bevölkerung umfasst auf
den verschiedenen Bildungsstufen 2,4 Millionen Schüler und
Studenten. Die Zahl der Universitätsabschlüsse erreichte in den
Vorschule an wird Computerunterricht erteilt und über mehrere
nationale Fernsehsender werden im Rahmen des Programms "Universität
für Alle" Kurse in verschiedenen Fachrichtungen für die Bevölkerung
ausgestrahlt.
Als eine wahrhaftige Bildungsrevolution wird die landesweite
Einführung des audiovisuellen Unterrichts ergänzend zur Arbeit des
Lehrers angesehen, der in allen Klassenzimmern bis in die letzte
Schule des kubanischen Bildungswesens Anwendung findet. Ebenso wird
die "Universalisierung" der Hochschulbildung mit jeweils einer
Nebenstelle der Universität in allen Kreisen des Landes als eine
Errungenschaft betrachtet, die gewährleistet, dass jeder Bürger sein
Wissen erweitern kann.
Kultur
Eine in der Regel hohe Kultur macht die Kubaner zu ausgesprochen
redegewandten und feinfühligen Menschen. lose Lezama Lima schrieb,
dass das Land, in dem er lebt, eine einzige Freude sei. Das
volkstümliche und das sogenannte kultivierte Element verschmelzen in
der kubanischen Lebensart, und deshalb hat alles hier Geschaffene
seine besondere, eigene Prägung.
Viele kulturelle Ausdrucksformen wie Literatur, Bildende Kunst,
Kino, Ballett und Moderner Tanz haben in Kuba ihre volle Reife
erlangt und eine Reihe großer Namen dieser Insel zählen weltweit zu
den berühmtesten ihres Genres.
Auf der Insel gibt es 265 Museen, über 100 Kunstgalerien, etwa 70
Theater, 120 Verlage, 354 öffentliche Bibliotheken, 315
Kulturhäuser, 46 Kunstschulen und eine Internationale Filmschule in
San Antonio de los Barios. Von der UNESCO wurden sechs Objekte des
Landes zum Weltkulturerbe erklärt: das historische Zentrum der
Altstadt von Havanna und das Festungssystem der Stadt, das
historische Zentrum von Trinidad, das Tal der Zuckerfabriken, die
Festung San Pedro de la Roca del Morro, die Ruinen der Französischen
Kaffeeplantagen von Gran Piedra und der Nationalpark Desembarco del
Granma.
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